Sport ist nur mit der richtigen Ernährung effektiv
Vor dem Training essen
Ein Leistungssportler füllt seine Kohlenhydratspeicher in den letzten drei Tagen vor dem Wettkampf auf. Hobbysportler sollten auch vor einem intensiven Training die Speicher füllen. Am besten eignet sich ein reichhaltiges Frühstück: Müsli, Vollkornbrot und frische Fruchtsäfte sind optimal. Das Essen sollte unbedingt zwei bis drei Stunden vor Trainingsbeginn eingenommen werden, um dem Körper auch genügend Zeit zu geben, die Kohlenhydrate zu verdauen. Kurz vor Beginn des Trainings, in etwa eine Stunde vorher, kann beispielsweise eine Scheibe Weißbrot mit Honig oder eine Banane gegessen werden.
Trinken ist wichtig
Trinken sollte man schon bevor der Durst kommt. Denn zu diesem Zeitpunkt hat der Körper bereits viel Flüssigkeit verloren und die Ausdauer leidet darunter. Daher immer zwischendurch trinken, kleine Mengen füllen den Flüssigkeitsspeicher kontinuierlich auf. Das Getränk sollte möglichst viele Mineralien haben, am besten eignen sich natriumreiche Mineralwasser mit Fruchtsaft gemischt. Wenn man unter einer Stunde trainiert, wie zum Beispiel bei einem Joggingtraining, ist es nicht unbedingt notwendig, zwischendurch zu trinken.
Das Getränk sollte magenfreundlich sein
Wenn während des Trainings getrunken wird, ist es vorteilhaft, auf kohlensäurehaltige Getränke zu verzichten. Auch sollten die Getränke nicht zu kalt sein. Kalte Getränke können auf den Magen schlagen, Bauchschmerzen und Durchfall könnten die Folge sein. Außerdem gehen Sportmediziner davon aus, dass kalte Getränke nicht gut vom Körper aufgenommen werden.
Keine Experimente bei den Essgewohnheiten
Hat man während seinem Training nie etwas gegessen und bekommt nun den Tipp, doch mal Traubenzucker oder einen Müsliriegel zu probieren, ist darauf zu verzichten. Der Körper hat sich individuell auf die persönliche Trainingsart eingestellt und durch „Neuerungen“ kann es schnell zu Bauchschmerzen oder Durchfall kommen.
Auf Traubenzucker verzichten
Traubenzucker gilt als „Trainingskick“, durch die Einnahme bleibt man leistungsfähig. Doch das kann ein Irrtum sein. Denn kurz vor einem Wettkampf oder Training sollten keine schnell resorbierbaren Kohlenhydrate mehr eingenommen werden. Bei empfindlichen Personen kann der Traubenzucker zu einer kurzfristigen Überzuckerung führen und gleich anschließend zu einem Blutzuckerabfall. Damit ist die Leistung dahin. Traubenzucker und seine Wirkungen sollten individuell ausprobiert werden, keinesfalls bei einem bevorstehenden Wettkampf damit anfangen.
Mineralien
Bei längeren, aber auch bei kurzen sportlichen Belastungen des Körpers schwitzt man. Folge: mit dem Schweiß verliert man eine Menge Mineralien, die aber sehr wertvoll für den Organismus sind. Krämpfe könnten die Folge sein. Deshalb ist es wichtig, unbedingt Mineralien zu sich zu nehmen, am besten in Form von mineralienreichen Mineralwässern und Saftschorlen. Ebenso braucht der Körper Salz, also sollten die Sportgetränke auch Kochsalz enthalten. Fertige, im Handel erhältliche, Sportgetränke enthalten alles, was der Körper bei einer Belastung braucht.
Hunger während oder nach dem Sport
Wenn die sportliche Familie abwechslungsreich und fettarm isst und entsprechende Getränke (Fruchtsaftschorlen, etc.) ausreichend zu sich nimmt, werden alle positiven Aspekte des Sports unterstützt. Viel sollte nicht gegessen werden, meist ist der Hunger sowieso nicht besonders groß.
Das hat gute Gründe: Während der sportlichen Aktivität ist der Körper auf Flucht eingestellt, das heißt, das Stresshormon Adrenalin wird ausgeschüttet. Und, steinzeitlich betrachtet, hat niemand während der Flucht (oder kurz danach) vor einem Säbelzahntiger Hunger verspürt ...
Deshalb hat der Sportler auch ein bis zwei Stunden nach dem Training noch keinen großen Hunger. Allerdings sollte man bald essen, am besten kohlenhydratreich, denn die Speicher müssen wieder aufgefüllt werden.
Sport sollte gemeinhin Spaß machen, das Leben bereichern und die persönliche Leistungsfähigkeit erhöhen. Befolgt man die oben genannten Tipps und hält man sich an seine individuellen Grenzen, ist das auch nicht schwer. Der Erfolg aber ist ein großer!