Über das Leben
Verpasse nicht das Leben
Das Leben lässt einem oft keine Zeit, um Antworten auf die eigentlich zentrale Frage des Daseins zu finden: was ist das Leben ich? Gebe ich meinem Leben einen wirklichen Sinn? Was bedeutet das Leben? Herausforderungen zu erkennen und anzunehmen? Wenn ich mir keine oder wenig Gedanken darüber mache, wie ich das leben gestalte, mit wem ich meine Freizeit teile, welchen Beruf ich ausübe, wie ich mit meinen Mitmenschen das leben verbringe, wie ich Anderen und mir Freude bereiten kann, wie ich Sorgen, Ängste und Probleme bewältige, dann lebe ich kein bewußtes und intensives leben. Menschen, die einfach nur Tag für Tag durch das Leben gehen, ohne Veränderung, ohne Ziele, mit einer monotonen Gleichgültigkeit, verpassen meiner Meinung nach das leben. Ihnen wird sicher keine befriedigende Erfüllung zuteil. Jeden Tag zu leben, als sei dieser eine Tag das leben, das ist zwar schwierig, aber man sollte sich diese Aufgabe täglich neu stellen und bewußt vor Augen führen.
Lerne das Gute zu lieben und vom Bösen zu lernen.
Wäre dies nicht ein Lebensmotto, das alles vollkommen umschreibt? Das Gute vervielfältigen, stärken, erweitern und mit lieben auch zu leben. Aber so wie es mit Licht Schatten gibt, existiert als Gegenpol auch das Böse. Es muss dies geben, ein universell gegebenes Gesetz. Lieben und leben sollte man es nicht. Aber man sollte aus seinem Spektrum Schlüsse und Erfahrungspotential ziehen und verwerten. Aus negativen Lebenssituationen kann man gestärkt hervorgehen, weil sie einen, ähnlich wie bei einer Pflanze tiefer Wurzeln schlagen lassen oder weil von uns unsere Umwelt (Familie, Freunde, Bekannte) bewußter als Rankstock deutlich wurde. Leider oft genug, scheinen viele Menschen daran aber zu zerbrechen.
Aber wofür das Ganze? leben wir für ein leben nach dem leben? Ein himmlisches Friedensreich, ein Nirwana? Eine (erneute) Reinkarnation, die uns, nach unserer persönlichen, geistigen Vervollkommung, für unsere weltliche Vorstellungskraft unglaublich, in eine für alle Sinne und Ebenen erstrebenswerte Sphäre katapultiert? Oder ist der Tod wirklich das Finale? Ist unser Dasein einzig dazu bestimmt, für eine gewisse Anzahl von Menschenjahren der Welt ein Freund oder ein Feind zu sein? So recht kann diese Frage keiner sicher beantworten. Der Glaube, auch an ein Nichts, verändert die Einstellung zum eigenen leben, das steht fest. Warum sollte man nicht an ein leben nach dem Tod glauben oder glauben lassen? Glaube beflügelt und gibt Lebenskraft. Und wenn das eigene leben voller Freude und Liebe ist, fällt es noch leichter, dem leben, mit all seinen Facetten, sowie den Lebenden positiv gegenüber zu stehen.
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