ErinnerungenErinnerungen – Schon damals schrieb ein deutscher Dichter namens Jean Paul – „Erinnerungen sind das einzige Paradies aus dem wir nicht vertrieben werden können“ Wie wahr, wer hat diese schönen Erinnerungen nicht. Wie wir als Kinder im Sommer bei den Großeltern waren und die Oma Kekse gebacken hat. Oder der endlos lange Sommer, in dem wir unsere erste Liebe trafen. Alle diese wunderbar schönen Momente sind in unserem tiefsten gespeichert und immer abrufbar. Was wäre unser Leben ohne Erinnerungen?

Eine Erinnerung ist mehr als das einfache Abrufen von Informationen in Form von Bildern oder Tönen. Die „Erinnerung“ ein Meisterwerk unseres Gehirns, eine extrem komplexe Rekonstruktionsleistung die von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Unsere Erinnerungen sind ein Wechselspiel von vererbten und von Umwelteinflüssen oder anderen sozialkommunikativen Mechanismen.

Erinnerungen sind das einzige Paradies

Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß und schon sprudeln die Erinnerungen. Wie zb. ein intensiver Geruch eine vertraute Stimme oder ein unvergesslicher Geschmack. Und ganz plötzlich tauchen Sie auf die Erinnerungen an vergangene Tage. Psychogen habe selbstverständlich einen Namen für diese Auslöser. Unter Psychologen wird dieser Auslöser Schlüsselreiz genannt.

Das Gerüche sich auf unser Gemüt übertragen und Stimmungszustände erzeugen kann ist eine Funktion aus längst vergangenen Zeiten. Unsere Vorfahren mussten alles Essbare mit der Nase Prüfen und rochen vor dem Verzehr ob essbar oder nicht. Eine Nervenbahn die direkt von der Nase zum limbischen System verläuft ist für diesen Zustand verantwortlich. Man sollte noch Wissen das im limbischen System der Sitz unserer Gefühle ist.

Unsere Erinnerungen sind nur Bruchstücke

Unsere Erinnerungen sind nur Bruchstücke die unser Gehirn speichert darüber sind sich Wissenschaftler heut absolut einig. Früher nahm man an, dass unser Gehirn alles speichert, dies ist erwiesener Massen nicht der Fall. Aber wie können wir uns an vollständige Szenarien erinnern wenn doch nur Teile abrufbar sind? Unser Gehirn speichert nur wirklich wichtige Momente die sehr viel Emotionen ausgelöst haben wie zb. Liebe und Trauer.

Was uns bleibt sind die schönsten aber auch schrecklichsten Erinnerungen.

Unsere Erinnerungen wissenschaftlich betrachtet

Die Erinnerung ist eine Wiederbelebung früherer erlebter Ereignisse und Erfahrungen

Aktive Erinnerung:
Die aktive Erinnerung ist eine Erinnerung die wir selbst hervorrufen um die Realität abzugleichen und Gedächtnis Inhalte abzurufen. Mit Hilfe unseres Erinnerungsvermögens können wir jederzeit Szenarien oder erworbene Erkenntnisse abrufen. Unsere Erinnerungen stammen aus dem Teil des Hirnes das wir auch Langzeitgedächtnis oder episodisches Gedächtnis nennen. Unsere empfunden und erlebten Erinnerungen setzen sich meisten aus verschiedenen Sinnesreizen zusammen. Bilder, Gerüche, Geräusche oder Gefühle positive wie negative. Je emotionaler das Ereignis je mehr erinnern wir uns an diese Situation. Wir nehmen Erinnerungen entweder Bruchteilhaft oder sehr scharf und detailliert wahr.

Die Spontane Erinnerung
Die spontan einsetzende Erinnerung folgt einem völlig anderen Prinzip. Gefühle, Gerüche, Wahrnehmungen im Alltag können ganz spontan Erinnerungen auslösen. Jeder kennt das, wir riechen an einer Blume und der Geruch erinnert uns an unsere Kindheit oder an ein anderes Ereignis.

Prozedurale Gedächtnissysteme
Mit der Hilfe prozeduraler Gedächtnissysteme erschließt unser Gehirn unbewusste Erinnerungen, wie Bewegungsfolgen beim Laufen oder Fahrradfahren.

Deklarative Gedächtnissysteme
Das deklarative Gedächtnissystem erlaubt es uns, zurückliegende Ereignisse und Erlebtes zu rekonstruieren.