Das Wort Mandala stammt ursprünglich aus Indien und bedeutet „Kreis“. Der Kreis wird definiert durch seine Mitte, er lebt von ihr, aber diese Mitte muss gar nicht sichtbar sein. So wie ein mathematischer Punkt streng genommen auch keine Ausdehnung hat. Jede kreisrunde Form hat einen Mittelpunkt, der in den seltensten Fällen angezeichnet und direkt sichtbar ist und doch können wir den Mittelpunkt vor unserem geistigen Auge spüren. So wird der Kreis zu einem entscheidenden religiösen Symbol.

Was sind Mandalas?

Der Mittelpunkt entspricht dabei Gott, dem einem, dem Ursprung, dem Geheimen, dem Zentrum von allem. Mandalas spielen besonders im Buddhismus eine Rolle als Werkzeug zur religiösen Versenkung. Berühmt sind die Mandalas der tibetischen Mönche die riesige Figuren in wochenlanger Arbeit aus farbigem Sand auf dem Klosterboden „malten“. Nachdem das Mandala fertig gestellt wurde, musste es zerstört werden. Der Weg ist das Ziel so auch beim Mandala, die Herstellung ist der besondere Akt. Die Zerstörung des Mandalas symbolisiert die Endlichkeit des Lebens.

In gemalten Mandalas kommen Strukturen unserer Seele zum Vorschein und Ausdruck. Unabhängig von der Kultur und Herkunft können Menschen im Symbol des Mandalas erleben, dass sie sich im Dasein nicht verlieren müssen, sondern Geborgenheit in der Mitte finden. Die Stille gehört zum Mandala zeichnen dazu und stellt sich gewissermaßen von ganz alleine ein. Kinder die Mandalas ausmalen oder zeichnen werden nach und nach ruhiger und konzentrieren sich auf das Mandala Bild.

Die Stille beim Ausmalen von Mandalas hilft uns den Weg ins Innere zu finden. Kraft und Energie warten in diesem innersten Zentrum ebenso wie Ausgeglichenheit und Ruhe. Die wichtigste Regel beim Ausmalen von Mandalas ist, es gibt keinerlei Regeln! Sie können das Mandala von außen nach innen oder umgekehrt ausmalen. Es gibt auch keine Verpflichtungen die weißen Flächen unbedingt Auszumalen. Gerade bei Kindern die noch unbelastet sind kann man durch die Art der Herangehensweise auf den Charakter schließen. Wer eine innere Mitte hat, beginnt meist im Zentrum mit dem Ausmalen.

Ein Kind, das sonst vielleicht unruhig und nervös ist, zeigt so, dass es im Inneren gefestigt ist und vertrauen zu seinen Eltern hat. Ebenso werden introvertierte Kinder das Mandala von innen nach außen ausmalen. Dabei erschließen sie nach und nach, von ihrer Mitte aus die Außenwelt. Wobei Kinder die sehr stark auf der Suche nach dem Sinn und dem Ziel ihres Lebens sind das Mandala von außen nach innen ausmalen. Je konsequenter die Kinder dabei vorgehen umso weiter sind sie in ihrem inneren Prozess fortgeschritten. Extrovertierte Kinder malen das Mandala ebenfalls von außen nach innen aus. Jedoch sollte man diese Herangehensweise der Kinder nicht über bewerten.

Mandalas downloaden, ausdrucken und ausmalen:

  1. Mandala

  2. Mandala

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