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Schlankheitswahn

Der Trend des Schlankheitswahns

Gedanken über den Trend des Schlankheitswahns

„Hi Caro ich bins, na schon genug von gestern oder bist du heut Abend wieder dabei, Paula und ich wollen uns so gegen sieben vor dem Fitnesscenter treffen?“, gibt Vera ihrer Freundin durchs Telefon bescheid. „ Ja klar, ich bin dabei, Training kann ja nie schaden“, murmelt diese in ihr Handy, obwohl sie insgeheim viel lieber vorm Fernseher sitzen und ihre Lieblingssendung schauen würde. Aber irgendetwas sagt ihr, dass Sie ins Fitnessstudio muss. Die Frage ist nur was, ist es der sogenannte Gruppenzwang oder ganz einfach die Angst vor dem nächsten Ausflug zum Badesee.
Egal wieso und warum, das Phänomen der ansteigenden Anzahl fitnesswilliger Frauen hält Einzug und verstärkt sich zunehmend. Grund genug sich die Frage zustellen : Wieso eigentlich?

Täglich liest man in den Zeitungen von neuen Hungerkuren amerikanischer Topmodels, die Schönheit wohl allein durch einen perfekten Körper definieren .Perfekt bedeutet diesbezüglich längst nicht mehr nur die einstigen Maße 90 60 90, sondern das Hervorstehen einzelner Knochenpartien.
Nach dem Motto: „Du bist, was du isst“ hungern sich die ohnehin schon übertrieben schlanken Frauen in eine Art Sucht. Es ist die Sucht nach dem bestätigenden Nicken ihrer Agenten, die erst dann mit den Körpern der Schönheiten zufrieden sind, wenn Selbige kurz vor dem Hungertod stehen.
Essstörungen wie Magersucht und Bullemie gehören längst zum Alltag der Society, kaum eine Woche vergeht, in der man keine Bilder von abgemagerten Stars sieht.

Jeder ist schön! Schlankheitswahn

Zumeist hat das tiefgründigere Ursachen, vorallem die Meinung außenstehender Personen spielt dabei eine große Rolle. Auch Caro ist eigentlich mit ihrer Figur zufrieden, die paar Speckröllchen unter ihrem Pulli haben Sie früher nie gestört, auch die Kleidergröße 40 war für Sie nicht weiter schlimm.
Aber seit ihre Freundinnen nun seit mehr als ein Jahr stolze Mitglieder des Fitnessclubs um der Ecke sind, hört sie bei täglichen Treffen nur noch von den neuesten Diätprodukten, den kalorienärmsten Dressings und nicht zuletzt von den sichtbaren Trainingserfolgen.
Als ihre Freundin Paula dann auch noch erwähnt, dass Ihr etwas Training nicht schaden würde, war es endgültig vorbei mit der Verteidigung der wohlgeformten Frauenspezie.

Angestachelt von den Meinungen der anderen, quält Caro sich nun mehrmals die Woche ins Studio, ohne dabei wirkliche Glücksgefühle zu empfangen.
Und so geht es vielen Frauen, einzig und allein aufgrund von Äußerungen Anderer trainieren Sie bis zur Erschöpfung . Alles was bleibt, ist das Gefühl, dass das Ganze doch irgendwie gar kein Spaß macht. „Kein Spaß“, das klingt eigentlich paradox, denn ist es nicht der Spaß, der uns im täglichen Alltag bei Laune hält und unser Leben erst zu etwas Besonderem macht?

Sport ist toll, solang dies auch der Sportler selbst empfindet. Also nichts wie raus an den nächsten Badestrand, peinliche Handtuchverdeckungen runter und einfach Spaß haben, denn letztendlich ist jeder schön, sich selbst zu akzeptieren, wird Ihnen im Nu zahlreiche Verehrer einbringen, denn Schönheit kommt immer noch von innen.